fünf Monate später …..

….. ist Momo wieder ein Segelschiff. Heute vormittag haben die Leute von Turbulence Rigging den neuen Mast gestellt! Sieht einfach besser aus, ein Segelschiff mit Mast. Das Rigg Layout hat sich etwas geändert: Das Mastprofil ist länglicher, dafür aber schlanker geworden. Die Salinge sind länger, was sich positiv auf die Zugrichtung auswirkt. Die Oberwanten kommen jetzt fast senkrecht auf die Püttings herrunter. Alles in allem, ein super Mast.

Seit fast einer Woche bin ich jetzt wieder in Grenada und habe noch leichte Probleme mit der tropischen Hitze, tagsüber 32° und nachts 26. Zum Glück hält sich die Luftfeuchtigkeit in Grenzen. Die jetzt zu ende gehende Regenzeit war wohl die trockenste seit Menschengedenken. Fürs Schiff war`gut: Alles trocken und sauber und kein bisschen Schimmel und auch keine Haustiere!

Mast1Mast2Mast3Mast5Mast4Mast6

Momo in neuem Glanz

Am Montag ist endlich die blaue Farbe aus Kiwiland angekommen und 24
Stunden später war Momo schon frisch lackiert. Ja, manchmal geht hier
sogar was schnell – unglaublich aber war! Das liegt einfach am Wetter. Da
wir jetzt Regenzeit haben, darf man ein kurze trockene Phase nicht
ungenutzt verstreichen lassen, wer weiß, wann die nächste kommt! Kurz und
gut, Momo ist soweit wieder hergestellt, bis auf Mast und Segel und ich
kann nächste Woche getrost nach Hause fliegen. „De Big Fish“ wird mir dann
fehlen und statt Carib aus dem Eimer gibt`s dann Oettinger.

CaribLackieren

Einmal um die ganze Welt!

Schweisser

Also diese Foto hat jetzt nichts zu tun mit der heutigen Headline. Journalistisch ist das nicht ganz ok, aber der junge Schweisser hat sich so gefreut bei seiner Arbeit an unserem verbogenen Relingstor, dass ich ihn jetzt einfach vorstellen musste!
Der Titel bezieht sich auf unsere Farbe, die irgendwann, wenn`s denn wahr wird, aus Neuseeland kommen soll, die darf nämlich wirklich um die ganze Welt reisen (wie Momo), von Auckland nach Sydney, von Sydney nach Singapore, Weitzer nach London Heathrow (und mit dem Flughafen hat Brigitte schon mal ganz miese Erfahrungen gemacht), von dort nach London Gatwick und von da schliesslich nach Grenada. ETA Do. 6. Mai! Da bin ich mal gespannt. In NZL ist sie schon mal mit einer Woche Verspätung los, weil es Gefahrgut ist und viel Papier ausgefüllt werden und die Verpackung dreimal gecheckt werden musste. Da heisst es mal wieder: Daumen drücken!

Regenzeit

Regenzeit

Nun lässt es sich nicht mehr leugnen: die Regenzeit hat begonnen in Grenada. Schon die ganze Woche über hatten wir viele Schauer. Heute aber ist wirklich „Land unter“ hier auf dem Hardstand und Gummistiefel sind angesagt.
Die Arbeiten sind inzwischen gut vorangekommen nur die Farbe aus Neuseeland fehlt noch. Aber bei diesem Wetter könnte man eh nicht lackieren. Einen Heimflug habe ich auch schon gebucht. Am 22. Mai fliege ich nach Hause und freue mich auf meine Crew und Spargel!

Eso es mi amigo Carlos ….

…… trabajando en Momo. El vive en Cuba y trabaja en Grenada. Es un companero mucho amable y un cerrejero y mechanico fanstatico.
Para mi es bueno, por que tengo la ocasion practicar mi espagnol! Heute hat er mich einfach zum Supermarkt gefahren, den Einkaufswagen geschoben und zurück zum Schiff gebracht. Wirklich ein ganz, ganz netter Kerl! Die Fehler im Spanisch bitte ich zu übersehen, ich übe noch!

Meine Lage wird bedenklich …..

…. ich ertappe mich nämlich immer öfter dabei, dass ich englisch denke und träume! Hier gibt es nämlich schon lange keine deutsch sprechenden Gesprächspartner mehr! Aber leider ist es noch nicht soweit! Immerhin gehen die Arbeiten voran, in karibischem Tempo halt. Wir haben einen neuen Bugkorb, die Relingsstützen sind in Arbeit, neue Motorstützen haben wir die letzten eineinhalb Tage montiert, die hölzerne Fussreling ist fertig, die Kratzer am Rumpf sind gespachtelet und geschliffen und der Mast und die Segel sind bestellt. Der Mast hat allerdings drei bis vier Monate Lieferzeit und wird erst Ende November, nach der Hurrikansaison gestellt. Danach erst werden dann die Segel produziert! Nur mit der blauen Farbe für die Lackierung gibt es Schwierigkeiten, sie ist hier in Grenada nicht zu bekommen. Da wir nur eine Rumpfseite lackieren, muss die Farbe natürlich genau passen. Ich habe deshalb meine neuseeländischen Connections aktiviert (I like the Kiwis!) und die haben die Farbe innerhalb eines Tages auf den Weg gebracht, per DHL. Jetzt heisst es also wieder warten ….
Hier ein paar Eindrücke von den Arbeiten.

PulpitSchreinerSchweissenMotorstuetzen

Die Reparaturarbeiten haben begonnen

Endlich! Heute früh um neun sind Momo und ich umgezogen auf den Lackierplatz. Jetzt haben wir wieder Meerblick und hoffentlich weniger Moskitos, aber das wird sich erst heute Abend zeigen. Kaum waren wir neu aufgepallt, gings auch schon los: Gerüst stellen und gleich anschliessend die tiefen Kratzer am Rumpf und Unterwasserschiff ausschleifen und mit Epoxy Füller spachteln. Morgen muss ich den Niro-Mann dazu bringen, dass er auch gleich los legt. Ausserdem will ich die Motorstützen austauschen, die durch das extreme Rollen ohne Mast ihre Pufferwirkung verloren haben. Das könnte ein bisschen knifflig werden. Aber – es geht voran und ich will ja noch vor Ende der Spargelsaison zu Hause sein!

UmzugSpachteln

und weil`s so schön war, noch ein bisschen Geschaukel

Dieses Video zeigt, dass selbst einfachste Verrichtungen, wie das Einschenken einer Tasse Tee,,wozu man schon wieder zwei Hände braucht, zum Eiertanz werden. Wenn man mit Mast und Segel unterwegs ist, sind die Schiffsbewegungen einigermassen gleichmässig und vorhersehbar, so dass man sie „antizipieren“ kann. Ohne Mast sieht das dann halt so aus, wie auf dem Video.
Ich darf hier nochmal erinnern: http://www.momo4sale.posterous.com – bitte weitersagen!